10 Jahre „Haus des Lichts“

Besuch zum Jubiläum

In diesem Jahr hat das „Haus des Lichts“ am 26. und 27.  Mai mit einem Gottesdienst und einem Fest sein 10-jähriges Bestehen gefeiert, an dem wir mit einer kleinen Gruppe aus unserer Gemeinde teilgenommen haben.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum begannen am Samstagvormittag mit einem eindrucksvollen Gottesdienst in der Bergkirche in Schäßburg auf Deutsch und Rumänisch. Die Predigt hielt der Bischof der Ev. Kirche in Rumänien. Besonders bewegend waren die Lieder des Chors der Kinder und des Chors bestehend aus Eltern und Mitarbeitern des „Haus des Lichts“ sowie das Grußwort eines autistischen Jugendlichen, der seine Gedanken mit Hilfe eines Tablets äußern konnte.

Wir haben im Rahmen dieses Gottesdienstes auch die Grüße unserer Gemeinde  überbracht und den Mitarbeitern des Hauses des Lichts für ihren Einsatz gedankt und ihnen für ihre Arbeit weiterhin Gottes Segen gewünscht.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es weiter nach Weißkirch/ Albesti zum „Haus des Lichts“. 

Im Kultursaal dort neben dem „Haus des Lichts“ waren alle Gäste zu einem gemeinsamen Mittagessen und Kaffee-Trinken eingeladen. Während Essens gab es reichlich Gelegenheit, sich an den Tischen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen – manchmal auch mit Händen und Füßen. 

Zwischendurch wurden die Stiftungsarbeit und der Werdegang des „Hauses des Lichts“ mit Bildern präsentiert.

Pfarrer Martin Türk-König begleitete anschließend unsere Gruppe bei der Besichtigung des „Hauses des Lichts“. Was vor zehn Jahren mit wenig Geld und viel Engagement und ebenso viel Vertrauen auf Gott begonnen wurde, ist mittlerweile zu einer eindrucksvollen Arbeit angewachsen. Während am Anfang die behinderten Kinder zunächst in der Einrichtung nur „verwahrt“ werden konnten, gibt es jetzt die Möglichkeit, die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten zu fördern durch psychologische Betreuung und  ergotherapeutische Maßnahmen.
Das Engagement der Mitarbeiter, der liebevolle Umgang mit den Kindern war für uns sehr beeindruckend. Hier ist in den vergangenen Jahren eine sehr wertvolle Arbeit entstanden, die wir auch gerne weiter unterstützen wollen.

Im Rahmen dieser Hausbesichtigung wurde auch das Geld-Geschenk der Kirchengemeinde übergeben.

Pfarrer Martin Türk-König bedankte sich für die zuverlässige und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zeit des Bestehens des „Hauses des Lichts“ und für die Wertschätzung, die wir durch unseren Besuch den Mitarbeitern im „Haus des Lichts“ entgegengebracht haben. 

Abschließend wurde dann noch ein neues Projekt in der Nachbarschaft besichtigt: Ein Haus, in dem eine Werkstätte eingerichtet wurde, in der bis zu 8 ältere behinderte Jugendliche beschäftigt werden, die im „Haus des Lichts“ nicht mehr betreut werden können. Dieses Projekt ist noch im Aufbau.   

Am nächsten Tag waren wir noch zu einem Treffen mit anderen Partnern des Hauses des Lichts zu einem gemeinsamen Grillen in Wolkendorf, ca. 30 Minuten von Schäßburg, entfernt eingeladen.

Dort entsteht seit einigen Jahren in einem alten Pfarrhaus in viel Eigenarbeit ein „Haus der Begegnung“ – ein Freizeitheim. Hier ist schon viel Arbeit geleistet worden, aber es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis das Haus genutzt werden kann. 

Durch unseren Besuch – auch durch die Begegnungen dort – haben wir einen ganz anderen, einen ganz neuen Blick gewonnen. Die Schönheit der Landschaft, die Freundlichkeit der Menschen – all das hat uns in diesen wenigen Tagen immer wieder  beeindruckt. Es hat unser Bild, unsere Vorstellungen von Rumänien verändert.

Es hat uns aber auch in unserer Ansicht bestätigt, dass wir durch unsere Spenden dort im „Haus des Lichts“ eine wirklich wichtige Aufgabe unterstützen, weil dort spürbar etwas von Gottes großer Liebe zu uns Menschen gerade an die weitergegeben wird, die in auch in der Gesellschaft in Rumänien wenig oder gar keine Chancen haben.